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TRÄUME VON VON DER LAUTERKEIT
Infantellina Contemporary
Palazzo Zenobio | 20123 Venice | Dorsoduro 2596 (Italy)
3. Dezember 2011 bis 14. Januar 2012


Beitrag von Dominik Stahlberg

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Infantellina
Introduction by P. Charlotte Stein [Curator]

Seit Anbeginn der Zeit ist der Mensch fasziniert von der Magie und Fremdheit, die den Träumen innewohnt. Ganze Abhandlungen sind über den Traum und seine Beweggründe, Quellen und Folgen geschrieben worden, die das Thema aus den verschiedensten Blickwinkeln analysieren. Spezielle Studien wurden seit den 60er Jahren durchgeführt, indem man bestimmte Träume bei untersuchten Gruppen betrachtete, darunter einige Probanden mit besonderen Eigenheiten: zusätzlich zu den Träumen in Farbe und Schärfe erinnerten sie sich unerwartet an ihre Träume, behaupteten, die Charaktere ihrer Persönlichkeiten zu steuern und das Drehbuch und die Choreographie zu bestimmen, sie waren die Regisseure ihrer eigenen Träume. Es wurde beobachtet, dass diese Fähigkeit mehrere Zwecke und Auswirkungen hatte, die Figuren der luziden Träume hatten die Temperamente, die Formen und die Stimmen, die Manironauten beschlossen, ihnen zu verleihen, sowie sie bestimmen, was die Szenarien und die Drehbücher sein sollten. Er/sie war der Pilot, der nach seinem/ihrem eigenen Willen und durch luzides Träumen entschied, ob die Charakteristika mit der Realität übereinstimmen sollten oder ob neue Parameter durch die Anwendung von Transformationen gegeben werden sollten, die schließlich eine Art "Fantasie" (Film) hervorbrachten, so dass er/sie seine/ihre Wünsche erreichen würde und sich gleichzeitig des eigenen kreativen Aktes voll bewusst war. Der luzide Traum ist besonders stark dank der Tatsache, dass er im Vergleich zu den wenigen kanonischen Minuten der Standardminuten verlängert werden kann und dass die Abtastzeit mehr oder weniger der realen Zeit entspricht. In der westlichen Hemisphäre haben viele über "luzide Träume" dissertiert, darunter Aristoteles, Thomas von Aquin und Friedrich Nietzsche, im Gegensatz zum östlichen Ansatz, wo das luzide Träumen tief in der Antike verwurzelt ist. Es kann also für das Publikum interessant sein, mehr darüber zu erfahren. Das luzide Träumen kann durch Training herbeigeführt werden, um eine Fähigkeit zu entwickeln, die bei manchen Menschen angeboren ist.

Natürlich ist die Kunst das oberste Instrument, das es erlaubt, die Realität zu gestalten oder über sie zu sprechen, immer auf der Grundlage der Interpretation und Technik jedes einzelnen Künstlers. Der Künstler ist der Schöpfer von mehr oder weniger konventionellen Visionen, die mehr oder weniger der objektiven Realität entsprechen. Sie/er entwickelt eine ganze Idee oder ein Konzept, indem sie/er die Rollen, die Positionen und die Zeiten durch die Verwendung von Farben, Materialien und Techniken bestimmt. Die Ziele der Künstler sind sehr unterschiedlich, einige können sein: emotional zu kommunizieren, was durch Spitzfindigkeiten mit Worten, die mit ungetönten Bedeutungen verstrickt sind, möglich ist, oder ihre intimen Eigenheiten und verborgenen Sehnsüchte auszulagern, oder eine Erinnerung zu wecken, die neue Wege definiert und das verändert, was in der Realität erlebt wurde. Im Grunde genommen wollen Künstler ihre Überzeugungen, ihre Sichtweise und ihre Gedanken teilen, die sie erlebt haben, ihre Leidenschaften und Verwirrungen mitteilen, von ihren eigenen oder herbeigeführten Erfahrungen berichten und sich vorstellen, dass andere nicht nur Spielfiguren, sondern Hauptdarsteller sein können.

Was ist der Künstler, wenn nicht derjenige, der nicht nur schaut, lebt, entwickelt, produziert, sondern auch existiert, um mit dem Publikum zu kommunizieren, indem er das verstoffwechselt, was aus der Interaktion mit dem Publikum zurückkommt, das sanft vor dem Kunstwerk verweilt oder von ihm angezogen wird und seine Gedanken und subjektiven Gefühle ausdrückt.

Der Titel "Dreaming of Lucidity" (Träumen von Klarheit) soll ein Anreiz für die Betrachter sein, sich von den Besonderheiten der einzelnen Werke leiten zu lassen. Die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler folgte dem roten Faden, indem sie aus der einzelnen individuellen Persönlichkeit die verschiedenen Bezüge und Standbilderfahrungen extrapolierten. Die Herkunft, der Werdegang, das Leben eines jeden Teilnehmers unterscheidet sich von den anderen und bietet ein emotionales Spektrum an ästhetischen Argumenten und Interpretationen.

Organization and PR: Infantellina Contemporary Berlin
Solo exhibitions (Mostre personali): Domino - Concetta de Pasquale - Reinhard Gaede - Peter Hide - Valeria Perversi Rabbordi - Daniela Rosignoli - Willi Bambach - Special guest: Enrico Manera
Group exhibition (Mostra collettiva):
Paintings/Pittura: Giancarlo Amurri - Alfredo Di Bacco - Vincenzo Baldini - Daniele Cazzato, - Gladys Colmenares - Claudia Hengevoss - Rosi Longhi de Bouard - Hedy Maimann - Jorge Selfa
Photo/Fotografia: Elena Buscemi - Daniele Manfredini
Sculpture/Scultura: Tomoko Kato - Giancarlo Marcali - Francesca Romano - Dominik Stahlberg

LOCATION | PALAZZO ZENOBIO

Palazzo Zenobio, Venice, backside
Palazzo Zenobio, Venice, frontside

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